Starter
der Rallye Dakar 2004 testeten in Schlüchtern
Schlüchtern:
Prominenter Besuch hatte sich kurzfristig beim MSC Schlüchtern
angesagt. Das X-Raid BMW-X5-Rallyeteam um Sportdirektor Erwin
Weber, selbst Rallye-Europameister 1992, fand sich zu letzten
Test- und Einstellfahrten vor der Abreise zur Rallye Dakar 2004
auf dem Ewald-Pauli-Ring in Schlüchtern-Hohenzell ein.
Das
X-Raid-Team aus dem hessischen Trebur bei Frankfurt/M. startet
2004 zum zweiten Mal bei der wohl härtesten Rallye der
Welt - der Dakar 2004 (früher: Rallye Paris-Dakar). Start
ist am 01.Januar 2004 im französischen Clermont-Ferrand,
die Zielflagge winkt am 18. Januar 2004 im afrikanischen Dakar.
Dazwischen liegt eine Distanz von über 11 000 km, die in
16 Etappen, zwei davon in Europa und 14 in Afrika, zu absolvieren
ist. Geröll- und Schotterpisten, haushohe Dünen und
Sand soweit das Auge reicht stellen neben Navigationsproblemen,
teilweise sehr hohen Geschwindigkeiten und den Tücken der
Wüste größte Ansprüche an die Fahrer und
Beifahrer sowie an das Material.
Bereits
bei der Dakar-Feuertaufe dieses Jahr gelangen dem X-Raid-Team
als Aussenseiter beachtliche Erfolge - ein Etappensieg, drei
zweite Plätze und insges. 16 Platzierungen unter den Top-5.
Hierdurch angespornt wurde mit Blickrichtung auf die Dakar 2004
intensiv weiterentwickelt. Die, auf einem Gitterrohrrahmen basierenden,
BMW X5-Allradprototypen sind bestückt mit zwischenzeitlich
rund 280 PS starken BMW-Turbodieselmotoren mit drei Litern Hubraum.
Die Fahrzeuge erreichen auf den schnellsten Passagen Höchstgeschwindigkeiten
von über 200 km/h. Hauptaugenmerk legte man bei der Weiterentwicklung
jedoch auf den Fahrwerkssektor, d.h. Optimierung der Fahrwerksgeometrie,
Absenkung des Schwerpunktes, Abstimmung der Federbeine usw.
Erste Erfolge dieser Verbesserungen zeigten sich bereits im
Laufe diesen Jahres. Luc Alphand gewann die Baja Deutschland
und die Baja Espana Aragon. Gregoire de Mevius wurde Dritter
bei der UAE Dessert Challenge.
Mit
dem französischen Ex-Skistar Luc Alphand - dreimaliger
Gewinner des Ski-Abfahrtsweltcups und dem Belgier Gregoire de
Mevius - zweimal Gruppe-N-Rallyeweltmeister- verfügt das
X-Raidteam über zwei absolute Siegfahrer, die den Werkspiloten
in nichts nachstehen.
Geleitschutz
erhalten die beiden Fahrzeuge durch ihr Serviceteam im MAN-Racetruck,
einem speziell für diesen Einsatz aufgebauten Lkw, der
zudem in der Wertung der Race-Trucks mitfährt. Hier startet
auch ein alter Bekannter der frühen Auto-Crossveranstaltungen
in Schlüchtern. Jan de Rooy (Holland) bringt einen bis
zu 1000 PS starken DAF-Racetruck an den Start.
Nachdem
beide BMW X5 - übrigens ohne jedes Problem und mit beeindruckenden
Rundenzeiten - den mehrstündigen Test absolviert hatten,
wurde das X-Raidteam mit den besten Wünschen für eine
unfallfreie und erfolgreiche Teilnahme an der Dakar 2004 verabschiedet.